Mode der Jahrzehnte
Mode der 20er
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Mode der 20er und 30er Jahre

Mode der 20er

Das Korsett ist weitestgehend verschwunden, Frauen tragen Hemdkleidchen, die gerade geschnitten sind und die Taille kaum noch betonen. Die Kleidchen sitzen sehr tief, Schultern und Rücken sind meist freu. Blickfang in dieser Zeit sind Schleifen oder Schärpen. Kleider sind meist sehr schmal und knielang geschnitten, ebenso hochgeschlossen oder mit einem Bubikragen versehen, was die Frauen damals sehr jung wirken ließ. Ähnlich ist hier auch die Abendmode. Von Spagehttiträgern wird das Kleid gehalten, Vorder- und Rückendekolleté sind oft gleich groß. Auch der Schnitt ist einfach. Unterschiede gibt es im Grunde genommen nur bei der Stoffqualität. Verziert wird die Kleidung mit Seidenfasern oder Glasperlen, dazu werden oft noch eine Boa oder etwaig Perlen getragen. Angesagt sind auch Fächer oder Stirnbänder. Auch die Hüte der Damen sind in dieser Zeit sehr schmal gehalten, der Cloche reicht bis zu den Brauen und liegt eng an. Aus Tüll sind die Handtaschen gefertigt, meist sind sie noch mit Perlen verziert. Nach dem 1. Weltkrieg sind bereits fast 40% der Frauen erwerbstätig, wodurch sich der Trend entwickelte, dass auch Frauen gerne Hosen trugen. Die Herren der Schöpfung tragen sehr sportliche Mode. Es werden Knickerbocker oder aus dem Tennisclub vorhandene Clubjacken getragen. Dazu trugen sie auffällige Kniestrümpfe und ein langes Jackett. Gerne wurden auch Norweger Pullover zu den Knickerbockern getragen. Die gehobene Schicht ist durch das Tragen von Krawatten erkennbar, die Unterschicht trägt einen Schal. Abends trägt der Herr einen Smoking mit Mantel, Hut, Handschuhen und Gehstock. Ältere Herren tragen in dieser Zeit auch gerne Fräcke. Die Hosenschnitte sind gerade und weit, die Schuhe glänzend schwarz. Die Haare werden mit Pomade streng nach hinten gelegt.

Mode der 30er

Bereits Ende der 20er Jahre zeichnet sich ab, was in den 30er Jahren modern wird. Wieder figurbetonter geschnitten wird die Damenmode. Weibliche Formen werden wiederentdeckt und wadenlange Kleider mit meist weitem glockigem Saum werden nun an der Hüft wird tailliert. Sehr beliebt ist in den 30er Jahren das Prinzesskleid. In diesem Jahrzehnt steht Eleganz absolut im Mittelpunkt. Ganz neu ist in dieser Zeit die Stoffschrägverarbeitung, wodurch die Figur optisch gestreckt erscheint. Bei Sommerkleidern hingegen wird wenig Ausschnitt präsentiert, ebenso liegen die Ärmel meist eng an. Stärker betont mit Rüschen, Puffärmeln und Falten wird der Oberkörper Mitte der 30er Jahre, wodurch die Silhouette sich ändert. Sehr modern ist in dieser Zeit auch die Drapierung in asymmetrischer Form, welches durch die Oberteile sichtbar wird. Gegen Ende der 30er Jahre erreicht diese Modelinie deutlich extremere Ausmaße, da die Schultern so sehr betont wurden, dass dies fast schon grotesk wirkte. Bei den Herren ändert sich in den 30er Jahren nicht viel. Weiterhin wird sportliche Kleidung bevorzugt, Eleganz rückt eher in den HIntergrund. Nun werden statt Hosenträgern Sportgürtel getragen. Auch die Weste verliert immer mehr Fürsprecher. Die bevorzugte Standardkleidung ist der Sakkoanzug. Die Hose wird dabei weit und gerade geschnitten, die Jacke schmal. Auch die politische Situation hat die Mode in den 30er Jahren beeinflusst. Durch den Einfluss der Nationalsozialisten hält die alpenländische Trachtenmode, wie z. B. das Dirndl, ihren Einzug.
 
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